3te Woche in Arequipa

So langsam aber sicher haben wir uns eingelebt. Die Uni hat schon angefangen, nur Informationen haben wir erst am Dienstag bekommen. Leider haben wir erfahren, dass unser Studiengang, Soziale Arbeit (Trabajo Social) ein Fernstudium ist. Das bedeutet für uns, dass wir nur jeden Samstag Vorlesungen haben und einen ganzen Haufen daheim erledigen dürfen. Zusätzlich haben wir in 5 Modulen 3 Abgaben, was in einem Semester 15 Abgaben macht. Mehr als wir von Deutschland kennen. Wir konnten erste Eindrücke ins peruanische Leben bekommen. So ist die Großmutter der Gastfamilie verstorben, welche bei uns im Haus gelebt hat. Wir haben erfahren, dass sie sie am Anfang nicht ins Krankenhaus bringen wollten, da man sich dort nicht so richtig um die Menschen kümmert. Als sie doch ins Krankenhaus kam, haben wir am eigenen Leib erfahren, dass es hier alles andere als wie in Deutschland ist. Die Ärzte sind sehr hochnäsig und haben alle Zeit der Welt. Hier kümmert man sich kaum und auch die hygienischen Zustände sind hundsmiserabel. dabei waren wir noch in einem guten. Die Patienten liegen hier nebeneinander auf Liegen, ohne eigenes Zimmer oder Privatsphäre. Es gibt hier noch ein anderes Krankenhaus, dass rein nur für die Menschen ist, die keine Versicherung haben. Dort ist es noch schlimmer. Auch für Ärzte und Pfleger gibt es kein steriles Material, geschweige dann Handschuhe. Operationszubehör wird einfach bei 90 Grad gewaschen, was in Deutschland direkt in den Müll landet. Ich würde nicht hier behandelt werden wollen und kann es auch niemandem raten. Was wir auch noch kennen lernen durften, sind die verschiedenen Bars. Es gibt hier eine Straße, Calle de San-Fransisco. Diese führt vom Plaza del Armas weg und ist kaum zu übersehen. Hier sind die Restaurants sehr empfehlenswert, da sie strengen Auflagen unterzogen werden und bei dem kleinsten Verdacht direkt geschlossen werden können. Am besten isst man nichts von den Ständen an den Straßen. Auch Zigaretten sollte man hier nicht kaufen, da sie doppelt so teuer sind, als in den kleinen Kioskläden. In Diskotheken sollte man nur mit befreundeten Einheimischen gehen und niemals allein oder zu zweit (gilt hier besonders für Mädels), da man gerne als Ausländer abgezogen werden kann. Die Tochter unserer Gasteltern erzählte uns, dass es in keiner Disko sicher ist. Gut ist es, wenn man eine große Gruppe ist. Man sollte auch nie mehr als 50 Soles mitnehmen und schon gar kein Geldbeutel. Ansonsten ist die Stadt sehr schön und auch der Unikomplex wahnsinnig spannend und groß. Insgesamt studieren an der Universidad Católica de Santa Maria 14.000 Studierende. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt, was noch alles auf uns zu kommt. Bis dahin viele Grüße aus Peru

13.3.14 00:45

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