Über

So nun ist es so weit. Ich begeben mich auf die vermutlich längste, tollste und beste Reise meines Lebens Ich bin 23 Jahre alt und gelernt Erzieherin. Nach der Ausbildung habe ein Studium zur Entwicklungshelferin begonnen (Internationale Soziale Arbeit) und meine zwei Pflichtauslandssemester stehen vor der Tür. Meine Reise beginnt von Frankfurt nach Santa Domingo, weiter nach Panama City bis nach Lima. Von dort aus weiter mit dem Bus nach Arequipa. 

Ich werde in meinem Block meine Erfahrungen, Niederschläge, Höhen und Tiefen, Erfolge und tolle Momente schreiben. Vielleicht hilft dieser Block irgendjemandem weiter, der/die vielleicht auch ein Auslandssemester machen muss und keine Ahnung hat, was alles auf einen zukommt!

Viel Spaß in meinem Block

Alter: 26
 


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Blog

3te Woche in Arequipa

So langsam aber sicher haben wir uns eingelebt. Die Uni hat schon angefangen, nur Informationen haben wir erst am Dienstag bekommen. Leider haben wir erfahren, dass unser Studiengang, Soziale Arbeit (Trabajo Social) ein Fernstudium ist. Das bedeutet für uns, dass wir nur jeden Samstag Vorlesungen haben und einen ganzen Haufen daheim erledigen dürfen. Zusätzlich haben wir in 5 Modulen 3 Abgaben, was in einem Semester 15 Abgaben macht. Mehr als wir von Deutschland kennen. Wir konnten erste Eindrücke ins peruanische Leben bekommen. So ist die Großmutter der Gastfamilie verstorben, welche bei uns im Haus gelebt hat. Wir haben erfahren, dass sie sie am Anfang nicht ins Krankenhaus bringen wollten, da man sich dort nicht so richtig um die Menschen kümmert. Als sie doch ins Krankenhaus kam, haben wir am eigenen Leib erfahren, dass es hier alles andere als wie in Deutschland ist. Die Ärzte sind sehr hochnäsig und haben alle Zeit der Welt. Hier kümmert man sich kaum und auch die hygienischen Zustände sind hundsmiserabel. dabei waren wir noch in einem guten. Die Patienten liegen hier nebeneinander auf Liegen, ohne eigenes Zimmer oder Privatsphäre. Es gibt hier noch ein anderes Krankenhaus, dass rein nur für die Menschen ist, die keine Versicherung haben. Dort ist es noch schlimmer. Auch für Ärzte und Pfleger gibt es kein steriles Material, geschweige dann Handschuhe. Operationszubehör wird einfach bei 90 Grad gewaschen, was in Deutschland direkt in den Müll landet. Ich würde nicht hier behandelt werden wollen und kann es auch niemandem raten. Was wir auch noch kennen lernen durften, sind die verschiedenen Bars. Es gibt hier eine Straße, Calle de San-Fransisco. Diese führt vom Plaza del Armas weg und ist kaum zu übersehen. Hier sind die Restaurants sehr empfehlenswert, da sie strengen Auflagen unterzogen werden und bei dem kleinsten Verdacht direkt geschlossen werden können. Am besten isst man nichts von den Ständen an den Straßen. Auch Zigaretten sollte man hier nicht kaufen, da sie doppelt so teuer sind, als in den kleinen Kioskläden. In Diskotheken sollte man nur mit befreundeten Einheimischen gehen und niemals allein oder zu zweit (gilt hier besonders für Mädels), da man gerne als Ausländer abgezogen werden kann. Die Tochter unserer Gasteltern erzählte uns, dass es in keiner Disko sicher ist. Gut ist es, wenn man eine große Gruppe ist. Man sollte auch nie mehr als 50 Soles mitnehmen und schon gar kein Geldbeutel. Ansonsten ist die Stadt sehr schön und auch der Unikomplex wahnsinnig spannend und groß. Insgesamt studieren an der Universidad Católica de Santa Maria 14.000 Studierende. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt, was noch alles auf uns zu kommt. Bis dahin viele Grüße aus Peru

13.3.14 00:45, kommentieren

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Von Lima nach Arequipa mit dem Bus

Seit 2 Tagen sind wir nun in Arequipa bei unserer Gastfamilie. Die Hinreise war ewig lang. Normalerweise hätten wir 16 1/2 Stunden gebraucht, aber wir hatten so Verspätung, dass wir 18 am Ende gefahren sind. Auf unserer Fahrt von Lima nach Arequipa kamen wir an vielen tollen Orten vorbei. Interessant und zu Gleich erschütternd war die Stadt Pisco. Wir fuhren mit dem Auto durch und sahen lauter Häuser, dicht an dicht, die zum Teil nur noch aus Schutt bestanden. Auf den Dächern der Häuser türmte sich der Dreck und Schutt und manche Winkel in den Straßen, waren kaum begehbar. Dennoch lebten eine Menge Menschen dort. Unser Busguide meinte, dass es 2007 ein großes Erdbeben gegeben hatte, dass die Stadt zerstörte und nur langsam kämen die Menschen wieder dazu, die Stadt aufzubauen. Es war ein Bild, dass man noch Kilometer weit sah. Viele kleine Dörfer, die nach Pisco kamen, sahen ähnlich aus und zum Teil noch zerstörter. Die Fahrt ging dann weiter nach Nasca, Ica und noch weiter bis nach Arequipa. Die meiste Zeit fuhren wir durch die Wüste. Diese ist die größte Perus gewesen uns reichte anscheinend bis nach Chile. Die Abwechslung von Wüste zum Meerblick war dann schon schöner. Wir kamen an Dörfchen vorbei, dir komplett aus alten Reifen, Strohmatten, LKW-Planen und Müll bestand. Erstaunlicherweise waren die Kirchen, egal in welchem Zustand die Stadt war, immer pompös gehalten. Man hatte den Eindruck, dass sie ihr ganzes Geld und alles was sie haben in die Kirche stecken. Das war schon ein komisches Bild. In unregelmäßigen Abständen konnte man am Meer kleine quadratische Hütten sehen, in die, wenn es hoch kommt, maximal eine Person sich reinkauern konnte. Anscheinend gehörten diesen Hütten den Menschen, die aus der Stadt ans Meer kamen, um sich dort selbst zu versorgen. Also wie Vagabunden nur am Meer. Unser Bus hielt einmal an, um einem alten Mann die abgepackten übrigen Essensrationen zu geben. Das war eine schöne Geste Nachts kamen wir in Arequipa am Busbahnhof an und wurden dort von unserer Gastmutter mit einem Taxi abgeholt. Die Wartezeit auf unsere Gastmutter, mussten wir im Bahnhofsgebäude absitzen- wir durften es nicht verlassen, da es zu gefährlich war. Wir wurden gewarnt, ja kein Taxi zu nehmen, dass da rumsteht, sondern eins extra rufen und niemals draußen auf das Taxi warten. Am besten sind Taxifahrer am Busbahnhof, die eine Karte um den Hals haben, die sie zur Erkennung tragen. Am besten auch nur diese nehmen. Die anderen zocken einen entweder ab oder fahren in einen abgelegenen Winkel, rauben einen aus oder was denen noch so alles einfällt. Ach so, dass Reisen von Lima nach Arequipa oder wo hin auch sonst, ist mit dem Busunternehmen Cruz del Sur am empfehlenswertesten. Die Standards sind super, man bekommt Essen, kann sein Sitz um 160 Grad nach hinten klappen und sie haben die höchsten Sicherheitsstandards. Wir haben jetzt für 18 Std Fahrt, 22 Euro gezahlt. Also total super!!! Die Adresse von Cruz del Sur in Lima ist: CRUZ DEL SUR Av. Javier Prado 1109, La Victoria - Lima Perú. Von da aus fahren die Busse überall hin!

26.2.14 15:08, kommentieren